CeBIT Forum autoID/RFID

Jürgen Heim

Geschäftsführer
Psion GmbH



Im Zeichen des Dialogs Drucken
Donnerstag, den 21. Oktober 2010 um 13:25 Uhr

Das CeBIT Forum AutoID/RFID wird auch im Jahr 2011 wieder ganz im Zeichen des Dialog stehen. Wir sind auch deshalb wieder einer der Hauptsponsoren, weil wir den Austausch mit Kunden, Partnern und Entwicklern in diesem Jahr auf eine neue Ebene gehoben haben. Durch die Etablierung von Open Source Mobility (OSM), dem Open-Source- und Open-Innovation-Ansatz von Psion Teklogix, lässt erstmals ein Hardware-Hersteller eine unabhängige Entwicklergemeinde weltweit an seinen Erkenntnissen partizipieren. Das Ergebnis ist ein reger Austausch auf Basis unserer Online-Plattform „ingenuity working“, die zu völlig neuen Lösungen und zu einer vorher ungekannten Öffnung von Märkten führt. Beim Wissensaustausch war uns das CeBIT Forum AutoID/ RFID jedoch um Längen voraus, denn wir profitieren schon seit Jahren von ausgezeichneten Fachvorträgen, herausragenden Experten und einer Fülle neuer Kontakte.

Jürgen Heim

 
Wann erhebt sich die Technologie über die Debatte? Drucken
Dienstag, den 22. Dezember 2009 um 15:58 Uhr

RFID: Ein Talent muss sich beweisen

Seit die Metro Group mit ihrem Future Store im Jahr 2003 den großen Hype um RFID losgetreten hat, ist es um die Technologie merklich stiller geworden. Mobile-Computing-Experten wissen, dass sie nicht erst vor fünf Jahren entdeckt wurde, sondern bereits seit über 20 Jahren im Einsatz ist. In der Massentierhaltung, in der Wehrtechnik und in der Abfallentsorgung ist RFID schon seit Langem etabliert, im Bereich der Logistik ebenso.

Die Anzahl neuer Anwendungen steigt von Jahr zu Jahr. Recht weit verbreitet ist die Technik beispielsweise im Bereich der mobilen Datenerfassung. Die Diskussion um Einsatzoptionen und Zukunftsvisionen hat sich jedoch mehr und mehr versachlicht. Experten und Laien ist mittlerweile klar geworden, dass auch mit RFID die Bäume nicht in den Himmel wachsen – einige Luftschlösser haben sich aufgelöst. Ein großer Teil der nicht erfüllten Erwartungshaltung im Bezug auf RFID resultiert aus dem Glauben, RFID könnte überall Produktivitäts- und Effizienzschübe erzeugen.

Jedoch muss jedem Einsatz der Technologie eine wirtschaftliche Betrachtung vorausgehen. Die Gesamtkosten für die Implementierung einer RFID-Lösung ergeben sich aus den Stückkosten für die Hardware-Komponenten sowie aus den Kosten der Änderung und der Anpassung der betrieblichen Ablaufprozesse. Auch die Aufstockung der vorhandenen Software sowie Schulungsund Integrationsleistungen sind Kostenfaktoren. Erst eine langfristige Zeitersparnis und geringere Fehlerquoten machen ein RFID System rentabel. Jeder Anwendungsfall ist individuell zu betrachten und Aussagen über wirtschaftliche Reife sind nicht generalisierbar.

RFID hat zweifelsohne das Potenzial, Produktivität und Effizienz zu steigern und die Qualität von erfassten Daten zu erhöhen. Allerdings sollte man sich von dem Gedanken verabschieden, die Technologie sei die Lösung aller Probleme, in allen Anwendungsprozessen und für jeden Nutzer. Erst wenn dieser Schritt vollzogen ist, hat der scheinbare Alleskönner seinen eigenen Hype überstanden.

Jürgen Heim

 


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