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Designoffensive für RFID-Produkte

Von Andreas Löw, FEIG ELECTRONIC GmbH

RFID-Geräte von Feig Electronic sind mit internationalen Design-Awards ausgezeichnet. Der weltweit präsente Hersteller aus Weilburg an der Lahn hat frühzeitig erkannt, dass Formgestaltung im Technologiemarkt ein Wettbewerbsfaktor von wachsender Bedeutung ist.

Design, perfektes Handling und höchste Funktionalität beim LRU 3000 Hartnäckig hält sich das Vorurteil, das Äußere innovativer Technik spiele für deren Markterfolg eine untergeordnete Rolle. Vorrangig von Bedeutung seien Qualität und Funktion; sinnliche Aspekte wie Farbe, Form und die Textur der Oberfläche hätten demgegenüber nur Luxuscharakter. Das Gegenteil ist richtig, denn Qualität beschränkt sich nicht auf die rein funktionalen Produkteigenschaften. Zweifellos sind diese harten Merkmale notwendige Voraussetzungen, um im Wettbewerb zu bestehen - aber längst keine hinreichenden.

Design fördert Corporate Identity

Im Konsumentenmarkt ist das Design von Elektronikprodukten, zum Beispiel bei Notebooks oftmals schon wichtiger als Leistungskennzahlen für eingebaute Harddisks oder Prozessoren. Farb- und Formgestaltung, Ausstrahlung des Materials und nicht zuletzt das haptische Erlebnis der Benutzung prägen viele Marken - wie der anhaltende Erfolg von Apple zeigt. Aber auch im Unternehmensumfeld setzt sich verstärkt die Einsicht durch, dass Design ein essenzieller Qualitätsbestandteil bei technischen Produkten ist. In Büros, Konferenz- und Veranstaltungsräumen, die vor Hightech inzwischen überquellen, trägt das äußere Gewand der Technik maßgeblich zum Raumambiente bei. Produktdesign entscheidet folglich mit darüber, ob sich Kunden, Mitarbeiter oder Kongressteilnehmer in diesen Räumen wohlfühlen. Die Gestaltung technischer Geräte hat zudem einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Corporate Identity von Unternehmen. Mitunter wird die jeweilige Geschäftstätigkeit sogar direkt unterstützt. Zum Beispiel, wenn schlichte Eleganz und harmonische Integration in die übrige Inneneinrichtung für eine seriöse, vertrauenerweckende Atmosphäre sorgen, die für Beratungsgespräche besonders förderlich ist. Viele Unternehmen nutzen emotionale Designpotenziale gezielt als Mosaikstein für ihre Kundenkommunikation.

Funktion ist Pflicht, Design ist Kür

Im Markt für RFID-Lesetechnik gilt Feig Electronic als Trendsetter für zeitgemäßes Produktdesign. „Unsere Kunden setzen Eigenschaften wie Robustheit, Langlebigkeit, Präzision und Fehlerfreiheit heute als selbstverständlich voraus. Die äußere Gestaltung empfinden sie gewissermaßen als Gegenstück zur ISO-zertifizierten Qualität, die im Inneren der Gehäuse steckt", sagt Frithjof Walk, Vertriebsleiter der OBID®-Produktlinie bei Feig Electronic. Die Reader-Familien OBID® classic und OBID® classic-pro wurden erst kürzlich für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2010 nominiert. Dieser Award wird auch Preis der Preise genannt, weil die Messlatte hier extrem hoch aufgehängt ist. Beispielsweise werden Exponate nur zugelassen, wenn sie bereits andernorts Auszeichnungen gewonnen haben. Feig Electronic erfüllt diese Voraussetzung, denn das Athenaeum-Museum of Modern Architecture and Design in Chicago verlieh den OBID®-Readern im Frühjahr den Good Design Award 2008.

Design hält Einzug in die Bibliothek

Bei den prämierten Geräten handelt es sich um verschiedene Wand- und Tischleser. Sie kommen vorzugsweise am Point of Sale und in öffentlichen Einrichtungen zum Einsatz, also im unmittelbaren Endkundenumfeld. Viele Bibliotheken schätzen die RFID-Komponenten von Feig Electronic, da Funkwellen bibliothekarische Abläufe in fast allen Bereichen optimieren: Mit Transpondern markierte Bücher, DVDs und CDs werden an Ausleih- und Rückgabeterminals automatisch verbucht. Per RFID lassen sich ansonsten sehr aufwändige Sortier- und Inventurprozesse automatisieren. Zudem beugen RFID-Tags Diebstählen wirkungsvoll vor. Mal sind die Lesegeräte unsichtbar in Buchungsterminals integriert; ein andermal sind sie an exponierter Stelle gut wahrnehmbar lokalisiert, beispielsweise als RFID-Gates an Ein-, Aus- und Übergängen.

Die OBID® Gates bieten lichte Weiten bis 130 Zentimeter.

Die OBID®-Gates arbeiten im Hochfrequenzbereich mit 13,56 Megahertz und bieten lichte Weiten bis 130 Zentimeter. Feig Electronic hat neben anderen Varianten auch ein Gate-Modell aus Acrylglas im Sortiment, das beispielhaft den angesprochenen Zusammenhang zwischen Zweckbestimmung und Produktdesign verdeutlicht: Gates, die als Zugangskontrolle und Diebstahlsicherung dienen, dürfen von Kunden nicht abweisend als Barriere und Schranke empfunden werden. Wünschenswert wären vielmehr einladende Willkommensgefühle, die zum Hindurchgehen ermuntern. Solche und ähnliche Erwägungen stehen hinter der - nur auf den ersten Blick extravaganten - Materialwahl für das transparente Gate aus Glas. Neben ihrem durchdachten Design punkten OBID®-Gates zudem durch ihre Wartungsfreundlichkeit. Das Antennen-Tuning erfolgt automatisch; spezielle Werkzeuge werden nicht gebraucht. Ebenfalls automatisch läuft die permanente Funktionsüberwachung, was Ausfälle vermeidet und den Betriebsaufwand minimiert.

Im Spannungsfeld vieler Spezialkompetenzen

„Tragfähige Designkonzepte erfordern eine tiefgründige Auseinandersetzung mit grundlegenden Produktfunktionen und konkreten Anwendungsszenarien", sagt Frithjof Walk. „Bei der Entwicklung unserer OBID®-Modelle arbeiten wir stets mit demselben renommierten Designbüro zusammen. So gewährleisten wir produktübergreifend Wiedererkennungswert und garantieren ein gleichbleibend hohes Gestaltungsniveau." Das fertige Design der Hightech-Produkte von Feig Electronic steht am Ende eines strukturierten Entwicklungsprozesses. Innovative Tools wie CAD-Systeme gehören dabei zum täglichen Handwerkszeug. Ökonomische undfunktionelle Parametersowie Fertigungsaspekte sind als Randbedingung ständig präsent. Design gewährt gerade durch geschickte Formgebung ein Höchstmaß an Funktionalität in Form von höchster Praktikabilität und Anwenderfreundlichkeit.

Hinzu kommen ästhetische Konzepte, ergonomische Studien und die erwähnte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten. Unverzichtbar ist in diesem Kontext auch Know-how über Geschäftstätigkeit und Bedürfnisse im jeweiligen Kundensegment. „All diese Aspekte werden in unserem Fall von einem phasenorientierten Projektmanagement zusammengeführt - wobei die größte Herausforderung darin besteht, sehr verschiedene Spezialkompetenzen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Idealerweise gelingt es, die vielen Akteure und Facetten auf einen Einklang aus Ästhetik, Ergonomie und Funktion einzustimmen", führt der Vertriebsleiter weiter aus.

Prämiertes Design serienmäßig

Bei den RFID-Produkten von Feig Electronic handelt es sich wohlgemerkt nicht um Einzelanfertigungen für eine elitäre Käuferschicht, sondern um serienmäßig hergestellte Massenprodukte zu marktfähigen Preisen. Aus gestalterischer Sicht ergibt sich daraus die Anforderung, Produkte zu entwerfen, die zwar als eigenständiges Objekt wahrgenommen werden, sich andererseits jedoch optisch gut einfügen müssen in unterschiedlichste Kundenumgebungen. Hier spielt die Variabilität der Farbpalette ebenso eine Rolle wie die Formgestaltung. Die prämierten OBID®-Tischleser zum Beispiel sind besonders flach gehalten und passen daher in fast jedes Interieur. Das Gehäuse vermeidet alles Überflüssige und weist keinerlei kantige Absätze oder Nuteinschnitte auf. Die Modelle wirken nicht wie aus Teilen zusammengesetzt, sondern als eine organische Einheit - was nicht nur schön aussieht, sondern übrigens auch die regelmäßige Reinigung erleichtert.

Frithjof Walk, Feig ElectronicFrithjof Walk, Feig Electronic

„Das Know-how, das Wissen und die Erfahrung des Reader-Herstellers sind das Qualitätssiegel für ein RFID-Lesegerät. "

Herr Walk, durch welche Qualitätskriterien zeichnen sich RFID-Reader aus?

Meines Erachtens sind es im Wesentlichen drei Kriterien, welche für die Qualität eines RFID-Readers maßgebend sind. Erstens beruht die Qualität eines RFID-Lesegerätes auf der Ingenieurleistung und dem Erfindungsreichtum eines Unternehmens. Das Know-how, das Wissen und die Erfahrung des Reader-Herstellers sind das Qualitätssiegel für ein Gerät. Zweitens sollten Produkte ganz eng in Zusammenarbeit mit dem Anwender entwickelt werden, sozusagen vom Kunden „miterfunden". Viele Ideen werden von außen an uns herangetragen. Drittens darf ein Produkt nicht auf Kosten der Kosten produziert werden. Damit meine ich eine gewisse ‚Wegwerfmentalität‘: Wenn man nur die Kosteneffizienz betrachtet, leidet die Produktqualität. Dieses führt zu einem kurzlebigen Produkt, das ich nach kurzer Zeit austauschen muss. Qualitativ hochwertige Produkte sollten auch nach zehn Jahren noch funktionieren und über entsprechende Updates aktualisiert werden können, sodass diese wieder dem Stand der Technik entsprechen.

Bei der Umsetzung eines RFID-Projektes nimmt die Reader-Technologie nur einen Teil des Gesamtkonzeptes ein. Worauf sollte der Anwender beim Erwerb eines Reader-Produktes achten?

Wenn sich ein Anwender selbst auf die Suche nach einem Produkt begibt, ist dies aus meiner Sicht bereits der falsche Weg. Vielmehr sollte er sich an einen Integrationspartner wenden, der nicht nur die Hardware liefert, sondern eine Lösung anbietet. Der Integrator sollte über eine optimale Vernetzung zu Herstellern verfügen. Wenn der Anwender einen Anbieter wählt, dann einen, der nicht nur den Fokus auf die Qualität des Produktes legt, sondern der auch den Service dahinter anbietet. Denn nicht die Verfügbarkeit des Produktes ist entscheidend, sondern die Verfügbarkeit des Unternehmens, beispielsweise bei prozessbegleitenden Fragestellungen. Nur wenn ein Unternehmen als Prozessbegleiter zwischen dem Hersteller und dem Kunden fungiert, kann am Ende eine erfolgreiche RFID-Umsetzung stehen.

 

Kommentare

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